Setup-Checkliste

So richtest du deine Arbeitsumgebung ein – Schritt für Schritt zum einsatzbereiten Projekt.

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Schritt 1

VS Code herunterladen

Visual Studio Code ist dein Code-Editor und das Zuhause aller weiteren Tools.

Zur Download-Seite →
Schritt 2

GitHub-Account erstellen

GitHub brauchst du in VS Code gleich mehrfach: für die Versionsverwaltung (Änderungen speichern und bei Bedarf zurückrollen), für die Anmeldung/Authentifizierung von Erweiterungen und um den Projekt-Template-Ordner aus dem Repository zu beziehen.

Account erstellen →
Schritt 3

Claude Code Plugin in VS Code installieren

Suche im VS-Code-Erweiterungs-Marktplatz nach „Claude Code" und installiere das Plugin.

Hinweis: Codex von OpenAI funktioniert genauso — getestet. Die Vorlage bringt dafür eine AGENTS.md mit, die auf die CLAUDE.md zeigt; beide Agenten lesen dieselben Regeln.
Schritt 4

Projekt-Template-Ordner herunterladen

Die Vorlage, mit der jedes neue Projekt startet: Ordnerstruktur, CLAUDE.md mit der Arbeitsweise, Setup-Skript, Session-Hooks und eine minimale CI. Entpacken, auf den Projektnamen umbenennen, loslegen.

Vorlage herunterladen (ZIP) →
Schritt 5

Template öffnen & in Claude anmelden

Öffne den Template-Ordner in VS Code, starte das Claude Code Plugin und melde dich in Claude an.

Schritt 6

Skills installieren

Installiere die Skills am besten direkt mit Claude Code – und zwar global, damit sie in jedem Projekt verfügbar sind.

Drei Skills, die in jedem Projekt laufen: handoff sichert den Stand einer Session für die nächste · grill-me löchert einen Plan, bis er trägt · spawn-model-agents wählt das passende Modell pro Teilaufgabe. Entpacken und die drei Ordner nach ~/.claude/skills/ kopieren — dann sind sie in jedem Projekt da.

Starter-Skills herunterladen (ZIP) →
Schritt 7

VS Code neu starten

Starte VS Code neu, damit alle frisch installierten Skills gefunden werden.

🎉 Jetzt bist du einsatzbereit

Ab hier kann ein neues Projekt starten:

  1. Den Projektordner duplizieren und in den Namen deines Projekts umbenennen.
  2. Im Claude Code Plugin deine Pläne beschreiben – nutze dafür den Plan Mode.

💡 Praxistipps fürs Vibecoding

Ein paar Gewohnheiten, mit denen die Zusammenarbeit mit Claude deutlich zuverlässiger wird.

📊 Auf das Kontextfenster achten

Das Kontextfenster ist das Arbeitsgedächtnis von Claude – und es ist begrenzt. Behalte die Token-Anzeige in der Statusleiste im Blick; mit /context siehst du genau, wofür die Tokens draufgehen. Faustregel: ab ca. 50 % voll lässt die Qualität nach und die Antworten werden teurer („Context-Tax"). Also rechtzeitig handeln, statt zu warten, bis es übergeht.

🔄 Rechtzeitig aufräumen statt überladen

Wenn das Kontextfenster zu voll wird: erst den handoff-Skill nutzen, um den aktuellen Stand sauber zu sichern (was erledigt ist, was als Nächstes kommt), und dann mit Clear Conversation (/clear) ein frisches Kontextfenster starten. So nimmst du nur das Wichtige mit und lässt den Ballast zurück. Für Zwischenstände an natürlichen Punkten kannst du auch /compact nutzen.

🎯 Eine Aufgabe pro Session

Halte Aufgaben klein und klar abgegrenzt. Statt eine Session für alles zu missbrauchen, beginne pro Thema/Aufgabe lieber eine frische Session. Das hält den Kontext fokussiert und die Ergebnisse präziser.

🧭 Immer erst im Plan Mode denken

Lass Claude bei allem, was nicht trivial ist, zuerst einen Plan erstellen und stelle Rückfragen, bis der Plan wirklich passt. Planen kostet kurz Zeit, spart aber viel – weil von Anfang an das Richtige gebaut wird.

🪜 Kleine, getestete Schritte

Lieber viele kleine, geprüfte Änderungen als ein großer ungeprüfter Wurf. Verifiziere jeden Schritt (laufen lassen, testen), bevor es weitergeht. So baust du nicht auf Fehlern auf.

🌀 Den „Doom Loop" erkennen

Klassische Falle: Der Agent sagt „Bug behoben", ist er aber nicht. Verlass dich nicht aufs Wort – lass verifizieren und zeig Claude die konkrete Fehlermeldung. Wenn sich die KI im Kreis dreht, hilft oft ein frischer Start (handoff + /clear) mehr als der zehnte Korrekturversuch.

📄 Plan & Doku pflegen

CLAUDE.md und der Projektplan.md werden bei jedem Start gelesen – sie sind der dauerhafte Kontext, den Claude nicht aus dem Code erraten kann. Halte dort Ziele, Entscheidungen und Learnings fest, dann findet sich jede neue Session sofort zurecht.

👀 Diffs nicht blind übernehmen

Du bleibst der Mensch im Loop. Überflieg die vorgeschlagenen Änderungen, frag bei Unklarheiten nach und übernimm nichts, was du nicht zumindest grob verstehst.

🔧 Stufe 2 — für alle, die tiefer wollen

Bis hier reicht es, um loszuarbeiten. Was jetzt kommt, erklärt, warum die Vorlage so gebaut ist.

🧱 Drei Schichten, ein Bruch

Sprachmodelle sind probabilistisch, Geschäftslogik ist deterministisch. Die Vorlage fängt genau diesen Bruch ab. Schicht 1 sind Direktiven in Markdown (00_Dokumentation/SOPs/): Ziel, Inputs, Werkzeuge, Randfälle. Schicht 2 ist der Agent, der die Direktive liest und die Werkzeuge in der richtigen Reihenfolge ruft. Schicht 3 sind deterministische Skripte in 02_Output/execution/. Der Grund ist Arithmetik: 90 % Trefferquote pro Schritt sind über fünf Schritte nur noch 59 %. Alles Wiederholbare wandert deshalb in Code — der Agent entscheidet, er rechnet nicht.

📁 Die Ablage ist die halbe Miete

00_Dokumentation/ Plan, Changelog, SOPs · 01_Input/ Quellmaterial, read-only — zum Umbauen erst nach .tmp/ kopieren · 02_Output/ Deliverables flach, Skripte in execution/ · .tmp/ Zwischenstände, nie committen · .env Schlüssel, gehört in .gitignore. Der Agent findet sich in jedem Projekt sofort zurecht, weil die Ablage überall gleich ist.

⚙️ Schritt 0: das Projekt-Setup

Eine frische Kopie hat noch kein Repo. python3 02_Output/execution/setup_project.py legt eines an, erzeugt ein privates GitHub-Repo unter dem angemeldeten gh-Konto, setzt den Remote und macht den ersten Commit. Idempotent — erledigte Schritte werden übersprungen. Der SessionStart-Hook meldet, wenn es nötig ist.

💾 Committen ja, pushen nur auf Ansage

Nach jeder abgeschlossenen Teilaufgabe wird lokal committet — das ist das Sicherheitsnetz, das dich einen missglückten Agentenlauf zurückrollen lässt. Gepusht wird bewusst, nicht automatisch. Eine mitgelieferte CI prüft bei jedem Push zwei Dinge: dass der Python-Code syntaktisch hält, und dass keine Schlüssel oder Tokens im Repo liegen.

🎚️ Nicht alles auf dem größten Modell

Mechanik gehört auf günstigere Modelle, Urteil auf das große. Grobe Einteilung: Haiku für Klassifikation, Extraktion, Routing · Sonnet für Datei-Umbau, Formatieren, Recherche, Boilerplate · Opus für Architektur, Design, Debugging, Reviews. Der Reflex: bevor eine Mechanik-Aufgabe auf dem teuersten Modell startet, delegieren. Der Skill spawn-model-agents aus den Starter-Skills nimmt dir die Auswahl ab.

📚 Direktiven sind lebende Dokumente

Wenn etwas bricht: Fehler lesen, Skript reparieren, testen — und die Direktive um das Gelernte ergänzen. API-Limits, Timing, Randfälle. Sonst lernt das nächste Projekt dasselbe noch einmal. Was projektübergreifend taugt, sammelt sich unter # Template-Kandidaten im Projektplan und wandert von dort zurück in die Vorlage.